Als die EU-Instant-Payments-Regulation die Verification of Payee am 9. Oktober 2025 für Euroraum-PSPs verpflichtend machte, war die offene Frage, wie schnell ein brandneues paneuropäisches Schema tatsächlich skalieren kann. Sechs Monate später ist die Antwort klar: schnell. Hier steht die Adoption 2026.
Adoption in Zahlen
- 2.700+ PSPs traten in den ersten sechs Monaten des Pflichtbetriebs dem EPC-VoP-Schema bei.
- ~55 Routing-Mechanismen (RVMs) verbinden die Teilnehmer im SEPA-Raum.
- Allein das Betrugserkennungs-Overlay von EBA Clearing erreichte 55 Teilnehmer in 14 Ländern — über 40 % des kombinierten STEP2- und RT1-Verkehrs.
- Das Euroraum-Mandat trat am 9. Oktober 2025 in Kraft; die Nicht-Euro-EWR-Staaten folgen am 9. Juli 2027.
Was die Entwicklung verrät
Das Schema ist nicht nur live — es konsolidiert sich. Der EPC veröffentlichte das Rulebook v1.1 (gültig ab 20. September 2026), um reale Grenzfälle zu schärfen, und eine v2.0 ist bereits in Arbeit. Bis zur Nicht-Euro-Frist 2027 wird eine Teilnahme über 3.000 PSPs erwartet, was eine Verifikationsabdeckung über nahezu jedes Konto im SEPA-Raum schafft.
- 1 Die Abdeckung wächst weiter: mehr Teilnehmer bedeutet weniger 'Verifikation nicht möglich'-Ergebnisse.
- 2 Die Regeln reifen weiter: Rulebook-Versionen straffen die Konsistenz zwischen PSPs.
- 3 Die nächste Front ist grenzüberschreitendes Namensmatching im paneuropäischen Maßstab mit dem Beitritt der Nicht-Euro-Staaten.
Adoption ist ein bewegliches Ziel
Diese Zahlen verschieben sich jedes Quartal. Worauf es ankommt, ist die Richtung: VoP wird zum Standardschutz bei SEPA-Überweisungen.
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